Glossar Stammkapital
Auch: Gesellschaftskapital
Was Stammkapital ist
Das Stammkapital ist das Grundkapital, das die Gesellschafter einer GmbH oder UG bei der Gründung aufbringen. Es bildet die Haftungsgrundlage der Gesellschaft gegenüber Gläubigern und ersetzt die persönliche Haftung der Beteiligten. Mit dem Stammkapital ist die Wahl der Rechtsform eng verbunden, denn nur Kapitalgesellschaften kennen diese Anforderung.
Mindesthöhe nach Rechtsform
Die UG ist eine Variante der GmbH mit niedriger Einstiegshürde. Sie muss jedoch jährlich Rücklagen bilden, bis das Niveau einer GmbH erreicht ist.
Welche Funktion das Stammkapital hat
Wie viel Kapital tatsächlich sinnvoll ist, ergibt sich nicht aus der gesetzlichen Untergrenze, sondern aus dem Kapitalbedarf des Vorhabens. Diesen ermitteln Sie über eine realistische Finanzplanung innerhalb des Businessplans. Die Vorgaben gelten bundeseinheitlich; unsere Beratung erfolgt überwiegend online und deutschlandweit, vor Ort in Leipzig und Halle.
Häufige Fragen
Wie hoch muss das Stammkapital sein?
Bei der GmbH sind es mindestens 25.000 Euro, von denen bei der Gründung mindestens die Hälfte eingezahlt sein muss. Die UG kann bereits mit 1 Euro gegründet werden.
Ist das Stammkapital nach der Gründung verbraucht?
Nein, es ist kein Sperrbetrag. Nach der Einzahlung darf das Kapital für betriebliche Zwecke verwendet werden, etwa für Anschaffungen oder laufende Kosten.
Warum muss die UG Rücklagen bilden?
Die UG muss einen Teil ihres Jahresüberschusses zurücklegen, bis das Kapital die 25.000 Euro einer GmbH erreicht. Danach kann sie in eine GmbH umgewandelt werden.
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